Silvan Irniger
Der Schweizer Violinist Silvan Irniger entdeckte früh seine Leidenschaft fürs Dirigieren und nahm Unterricht bei Dani Haus und Ulrich Dietsche. Seine Maturaarbeit widmete er der Rolle des Dirigenten und leitete dabei zwei Konzerte des Schulorchesters. Im Rahmen eines Meisterkurses dirigierte er zweimal das Schweizer Jugendsinfonieorchester und erhielt wertvolle Impulse von Kai Bumann und Mario Venzago. Während seines Studiums an der Hochschule für Musik Basel wurde er von Rodolfo Fischer unterrichtet, später folgten Dirigierstudien an der Zürcher Hochschule der Künste bei Iwan Wassilewski und Marc Kissóczy. 2024/25 war er Dirigent und künstlerischer Leiter des Orchesters Seetal. Zudem trat er als Dirigent zweier kurzer Werke im Rahmen des Neujahrskonzerts der Deutsch-Skandinavischen Jugend-Philharmonie in der Berliner Philharmonie auf.
Als Violinist ist Silvan Irniger ebenso aktiv. Bereits mit 13 Jahren debütierte er als Solist beim Kammerorchester Musica Antiqua Basel. Sein Schwerpunkt liegt in der Kammermusik: Er war Bratschist und Gründungsmitglied des Sereno Quartetts und wirkte später als erster Geiger des La Bosse Quartetts und des Resonart Quartetts sowie als Mitglied des Frielinghaus Ensembles. Derzeit ist er Teil des Atalanta Ensembles. Konzerttourneen führten ihn in bedeutende Konzertsäle Europas, darunter die Elbphilharmonie Hamburg und der Sendesaal Bremen. Zudem wirkte er an einer CD-Einspielung mit Streichquintetten von Rubinstein und Beethoven mit. Mit grosser Leidenschaft spielt er auch in Kammerorchestern wie dem Zermatt Festival Orchestra, der Camerata Resonart und dem Ars Excelsis Ensemble. Seit 2024 ist er Konzertmeister der Deutsch-Skandinavischen Jugend-Philharmonie.
Als Gründer und Geschäftsführer des Vitznau Musikfestivals & Akademie, einem Fest der Kammermusik mit abwechslungsreichen Konzerten, Meisterkursen und Workshops, setzt sich Silvan Irniger mit grossem Engagement für die Förderung junger Schweizer Kammermusikensembles ein. Diese Leidenschaft für die Nachwuchsförderung lebt er auch in seiner Tätigkeit als Violinlehrer an der Musikschule Gelterkinden, wo er junge Musiker:innen auf ihrem individuellen Weg begleitet, fördert und inspiriert.
Im Alter von zwölf Jahren wurde er in die Talentförderklasse von Emilie Haudenschild an der Musik-Akademie Basel aufgenommen. Eine prägende Station seines musikalischen Werdegangs war Budapest, wo er 2015/16 als Austauschschüler das Musikgymnasium Szent István besuchte, Violinunterricht bei György Lendvai erhielt und als Akademist im Orchester Zuglói Filharmónia mitwirkte. Nach seiner Rückkehr setzte er seine Ausbildung an der Hochschule für Musik Basel in der Klasse von Prof. Adelina Oprean fort. Zurzeit studiert er im Studiengang Master Performance an der Zürcher Hochschule der Künste bei Prof. Andreas Janke. 2025 absolvierte er ein Austauschsemester in Oslo in der Klasse von Prof. Henning Kraggerud, gefördert durch das Exzellenzstipendium der Yvonne Lang-Chardonnens-Stiftung.

